Während meiner wissenschaftlichen Tätigkeit an der Westfälischen Hochschule habe ich über viele Jahre an ultraschallbezogenen Forschungs- und Entwicklungsfragestellungen gearbeitet und daraus auch eigene unternehmerische Gründungserfahrung im medizintechnischen Umfeld aufgebaut. Heute verbinde ich diese technische FuE-Praxis mit meiner Beratung im Bereich technologieorientierter Fördermittel.
Meine eigenen erfolgreich durchgeführten Forschungszulagenprojekte zeigen, dass ich die Anforderungen an förderfähige FuE nicht nur aus der Beratung kenne. Genau diese praktische Erfahrung fließt in meine Arbeit für Mandanten ein.
1. Herstellerunabhängiger Tele-Ultraschall-Demonstrator
Im Rahmen dieses FuE-Projekts wurde ein herstellerunabhängiger Demonstrator für telemedizinische Ultraschalluntersuchungen entwickelt und evaluiert. Ziel war es, Ultraschall-, Video- und Audiodaten in Echtzeit so zu übertragen, dass unerfahrene Anwender vor Ort durch entfernte Expertinnen und Experten angeleitet werden können. Der Ansatz kombinierte bestehende Ultraschallgeräte mit einer universell einsetzbaren Hardware- und Softwarearchitektur und adressierte damit eine zentrale Einschränkung damaliger Systeme: die starke Herstellerbindung und geringe Alltagstauglichkeit. Die Lösung wurde in verschiedenen medizinischen Anwendungsszenarien, unter anderem in Gynäkologie, Notfallmedizin und FAST-Untersuchungen, anhand strukturierter Tests, Interviews und Fragebögen wissenschaftlich untersucht.
2. Energiemanagement für Ultraschall-Patches
In diesem Forschungsprojekt wurde ein mathematisch-physikalisches Modell zur Analyse und Optimierung des Energiemanagements flexibler Ultraschall-Patches entwickelt. Im Fokus standen Energieaufnahme, Leistungsverluste, mechanische Wellenausbreitung, elektrische Netzwerkeffekte und thermische Dissipation. Ziel war es, ein besseres Verständnis der Verlustmechanismen zu schaffen und daraus adaptive Steuerungsansätze abzuleiten, mit denen die Energieeffizienz, Signalstabilität und spätere Praxistauglichkeit solcher Systeme verbessert werden können. Dazu wurden unter anderem Modellierungs-, Transformations- und Simulationsmethoden eingesetzt, einschließlich Finite-Elemente-Betrachtungen zur Validierung der theoretischen Annahmen. Das Ergebnis war ein methodischer Rahmen für energieeffizientere Ultraschall-Patch-Designs.
3. Telemedizinisches Interaktionsverfahren für Ultraschall-Anleitungen
Dieses Vorhaben untersuchte nicht die reine technische Machbarkeit telemedizinischer Ultraschallanleitungen, sondern die methodische Frage, wie Remote-Expertinnen und -Experten unerfahrene Anwender reproduzierbar zu diagnostisch verwertbaren Ultraschallaufnahmen führen können. Entwickelt und validiert wurde ein szenariospezifisches Interaktionsverfahren mit definierten Rollen, Anleitungsschritten, Rückmeldeformaten, Eskalationsmechanismen, Abbruchkriterien und Bewertungsgrößen. Im Projekt wurden Interaktionshypothesen operationalisiert, realitätsnahe Anwendungsszenarien experimentell erprobt und qualitative sowie quantitative Daten zur Verständlichkeit, Reproduzierbarkeit und Untersuchungsqualität ausgewertet. Ergebnis war ein strukturierter Verfahrensrahmen mit klar beschriebenen Einsatzbedingungen, Robustheitsgrenzen und methodischen Einschränkungen.
Einige weitere Einblicke in meine (früheren) Forschungstätigkeiten bietet die folgende Übersicht